Satzung

§1
Name und Sitz

1.
Der Verein führt den Namen „Gesellschaft für Sensorische Integration – Jean Ayres – Deutschland und international“
2.
Er führt nach Eintragung in das Vereinsregister den Namenszusatz „eingetragener Verein“ in der abgekürzten Form „e.V.“.
3.
Der Verein hat seinen Sitz in München.

§2
Ziel und Zweck
1.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung in der jeweils gültigen Fassung. Zweck des Vereins ist die Förderung der Berufsbildung und der Wissenschaft und Forschung und Qualitätssicherung.
2.
Im Rahmen dieser Zweckbestimmung sind Ziele des Vereins insbesondere:
a.

Dafür Sorge zu tragen, daß der Theorie und Praxis der „Sensorischen Integration“ die ihr gebührende Bedeutung als wichtiges Konzept innerhalb der Ergotherapie, Physiotherapie, Pädagogik, Logopädie, Psychologie und ihren komplementären Fachrichtungen national und international zukommt.
b.

Erstellen von Richtlinien zur Durchführung des Konzeptes der „Sensorischen Integration“ in der therapeutischen und pädagogischen Praxis unter besonderer Berücksichtigung des Konzeptes nach Jean Ayres.
c.

Durch Publikationen sowohl in der nationalen und internationalen Fachpresse als auch in sonstigen Medien die Problematik und die Bedeutung der Sensorischen Integration zu verbreiten und ein Fachpublikum dafür zu sensibilisieren.
d.

Durch zielgerichtete Untersuchungen und konkrete Forschungs- projekte national und international die Theorie und Praxis der Sensorischen Integration auf therapeutischem und pädagogischem Gebiet weiterzuentwickeln und zu verbessern.
e.

Durch das Abhalten von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und entsprechenden Symposien die Theorie und Praxis der Sensorischen Integration in Deutschland und Europa weiter zu verbreiten.
f.

Konkrete Fort- und Weiterbildungskonzepte im Sinne der Sensorischen Integration sowohl in therapeutischer als auch in pädagogischer Theorie und Praxis für Fachkräfte in Deutschland und Europa zu erarbeiten und die Qualität dieser Ausbildung zu sichern.
g.

Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im In- und Ausland.
h.

Etablierung und Beratung von Arbeitsgemeinschaften der Absolventen der Weiterbildungskurse der Gesellschaft für Sensorische Integration – Jean Ayres, Deutschland und International und vergleichbarer Vereinigungen in Deutschland / Europa.
i.

Kooperation der GSID mit Berufsverbänden medizinischer, pädagogischer und psychologischer sowie komplementärer Fachrichtungen national und international.

§3
Der Verein ist selbstlos tätig.

Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§4
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der

Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§5
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke

verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

§6
Eintritt der Mitglieder

1.
Der Verein hat aktive Mitglieder. Sie können voll geschäftsfähige natürliche und juristische Personen sein.
2.
Die Mitgliedschaft entsteht durch Eintritt in den Verein.
3.
Die Beitrittserklärung ist schriftlich vorzulegen.
4.
Über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung. Der Eintritt wird mit Aushändigung einer schriftlichen Aufnahmeerklärung wirksam.
5.
Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht.

§7
Austritt der Mitglieder
1.
Die Mitglieder sind zum Austritt aus dem Verein berechtigt.
2.
Der Austritt ist unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von vier Wochen nur zumSchluß eines Kalenderjahres zulässig.
3.
Der Austritt ist dem Vorstand schriftlich zu erklären. Zur Einhaltung der Kündigungsfrist ist rechtzeitiger Zugang der Austrittserklärung an ein Mitglied des Vorstandes erforderlich.

§8
Ausschluß der Mitglieder
1.
Die Mitgliedschaft endet außerdem durch Ausschluß.
2.
Der Ausschluß aus dem Verein ist nur bei wichtigem Grund zulässig.
3.
Über den Ausschluß entscheidet auf Antrag des Vorstandes die Mitgliederversammlung.Der Vorstand hat seinen Antrag dem auszuschließenden Mitglied mindestens zwei Wochen vor der Versammlung schriftlich mitzuteilen.
4.
Eine schriftlich eingehende Stellungnahme des Mitglieds ist in der über den Ausschluß entscheidenden Versammlung zu verlesen.
5.
Der Ausschluß eines Mitglieds wird sofort mit der Beschlußfassung wirksam.
6.
Der Ausschluß soll dem Mitglied, wenn es bei der Beschlußfassung nicht anwesend war, durch den Vorstand unverzüglich eingeschrie- ben bekanntgemacht werden.

§9
Streichung der Mitgliedschaft
1.
Ein Mitglied scheidet außerdem mit Streichung der Mitgliedschaft aus dem Verein aus.
2.
Die Streichung der Mitgliedschaft erfolgt, wenn das Mitglied mit einem Jahresmitgliedsbeitrag im Rückstand ist und diesen Betrag auch nach schriftlicher Mahnung durch den Vorstand nicht innerhalb von drei Monaten von der Absendung der Mahnung an, voll entrichtet. Die Mahnung muß mit eingeschriebenem Brief an die letzte dem Verein bekannte Anschrift des Mitgliedes gerichtet sein. Die Kosten dafür trägt das Mitglied.
3.
In der Mahnung muß auf die bevorstehende Streichung der Mitgliedschaft hingewiesen werden.
4.
Die Mahnung ist auch wirksam, wenn die Sendung als unzustellbar zurückkommt.
5.
Die Streichung der Mitgliedschaft erfolgt durch Beschluß des Vor- standes, der dem betroffenen Mitglied nicht bekanntgemacht wird.

§10
Mitgliedsbeitrag
1.
Es ist ein Mitgliedsbeitrag zu leisten.
2.
Seine Höhe bestimmt die Mitgliederversammlung.
3.
Der Beitrag ist zu Beginn des neuen Jahres voll zu entrichten.
4.
Eine einmalige Aufnahmegebühr wird erhoben.

§11
0rgane des Vereins
1.
Organe des Vereins sind
a.

der Vorstand (§ 10 und 11 der Satzung)
b.

die Mitgliederversammlung (§ 12 bis 16 der Satzung)

§12
Vorstand
1.
Der Vorstand (§ 26 BGB) besteht aus dem ersten Vorsitzenden, dem
zweiten Vorsitzenden, dem Schriftführer, seinem Stellvertreter sowie
dem Kassier und seinem Stellvertreter.
2.
Je zwei  Vorstandsmitglieder vertreten gemeinsam den Verein.
3.
Die Vorstände werden einzeln durch Beschluss der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren bestellt. Er bleibt bis zur satzungsgemäßen Bestellung des nächsten Vorstandes im Amt.
4.
Das Amt eines Mitgliedes des Vorstandes endet durch Abwahl, Rücktritt oder durch das Ausscheiden aus dem Verein.
Der Rücktritt eines Vorstandsmitglieds ist nur in schriftlicher Form möglich.
Der Rücktritt wird wirksam, wenn ein neues Vorstandsmitglied gewählt ist.
Spätestens acht Wochen nach Rücktrittserklärung wird eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.
5.
Verschiedene Vorstandsämter können nicht in einer Person vereinigt
werden.

§13
Beschränkung der Vertretungsmacht des Vorstandes

Die Vertretungsmacht des Vorstandes ist mit Wirkung gegen Dritte in der Weise beschränkt (§ 26 Abs. 2 Satz 2 BGB ), dass zum Erwerb oder Verkauf, zur Belastung und zu allen sonstigen Verfügungen über Grundstücke (und grundstückgleiche Rechte) sowie außerdem zur Aufnahme eines Kredites von mehr als 1.000.- (m.W. Eintausend) Euro die Zustimmung der Mitgliederversammlung erforderlich ist.

§14
Berufung der Mitgliederversammlung
1.
Die Mitgliederversammlung ist zu berufen, wenn es das Interesse des
Vereins erfordert, jedoch mindestens
a.

einmal jährlich, im ersten Quartal
b.

nach Ausscheiden eines Mitglieds des Vorstandes binnen acht Wochen.
c.

Auf Antrag von mindestens zehn Mitgliedern.
2.
In dem Jahr, in dem keine Vorstandswahl stattfindet, haben der Vorstand der nach Abs. 1 Buchst. a zu berufenden Versammung einen Jahresbericht und eine Jahresabrechnung vorzulegen und die Versammlung über die Entlastung des Vorstandes Beschluß zu fassen.

§15
Form der Berufung
1.
Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand schriftlich unter Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen zu berufen.
2.
Die Berufung der Versammlung muß den Gegenstand der Beschlussfassung ( = die Tagesordnung ) bezeichnen.
3.
Die Frist beginnt mit dem Tag der Absendung der Einladung an die letzte bekannte Mitgliederanschrift.

§16
Beschlussfähigkeit
1.
Beschlussfähig ist jede ordnungsgemäß berufene Mitgliederversammlung.
2.
Zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins ( § 41 BGB ) ist die       Anwesenheit von zwei Dritteln der Vereinsmitglieder erforderlich.
3.
Ist eine zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins einberufene Mitgliederversammlung nach Absatz 2 nicht beschlussfähig, so ist vor Ablauf von vier Wochen seit dem Versammlungstag eine weitere Mitgliederversammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Die weitere Versammlung darf frühestens zwei Monate nach dem ersten Versammlungstag stattfinden, hat aber jedenfalls spätestens vier Monate nach diesem Zeitpunkt zu erfolgen.
4.
Die Einladung zu der weiteren Versammlung hat einen Hinweis auf die erleichterte Beschlussfähigkeit ( Absatz 5 ) zu enthalten.
5.
Die neue Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder beschlussfähig.

§17
Beschlussfassung
1.
Die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgt schriftlich und geheim.
2.
Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der erschienenen Mitglieder.
3.
Zu einem Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält, ist eine  Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.
4.
Zur Änderung des Zweckes des Vereins ( § 2 der Satzung ) ist die  Zustimmung aller anwesenden Mitglieder erforderlich.
5.
Zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins ( § 41 BGB ) ist eine Mehrheit von vier Fünfteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.
6.
Stimmenthaltungen zählen für die Mehrheiten der erschienenen Mitglieder
( Absätze 2, 3 und 5 ) als NEIN – Stimmen.

§18
Beurkundung der Versammlungsbeschlüsse
1.
Über die in der Versammlung gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift aufzunehmen.
2.
Die Niederschrift ist von dem Vorsitzenden der Versammlung zu unterschreiben. Wenn mehrere Vorsitzende tätig waren, unterzeichnet der letzte Versammlungsleiter die ganze Niederschrift.
3.
Jedes Vereinsmitglied ist berechtigt, die Niederschrift einzusehen.

§19
Auflösung des Vereins
1.
Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung (vgl. § 15 Abs. 5 der Satzung) aufgelöst werden.
2.
Die Liquidation erfolgt durch den Vorstand  (§ 11 der Satzung).
3.
Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke soll das Vermögen des Vereins ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige und mildtätige Zwecke verwendet werden, die vom Vorstand der GSID bestimmt werden.

München, 5. August 1994

01. Kristiane Kull-Sadacharam
02. Irmgard Wilfurth
03. Professor Dr. Hubertus von Voß
04. Professor Dr. Rainer Hoehne
05. Professor Dr. Dr. h. c. Theodor Hellbrügge
06. Peter Lederer
07. Dr. Norbert von Hofacker
08. Petra Matt
09. Heide von Pawel

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